Bremen Barrierefrei
Skateparks im Stadtführer: Zusammenarbeit mit Bremen barrierefrei
Wie barrierefrei ist eigentlich ein Skatepark? Gemeinsam mit Bremen barrierefrei haben wir daran gearbeitet, genau diese Frage künftig besser beantworten zu können. Mit der Skateanlage im Überseepark wurde nun nicht nur die 1000. Einrichtung für den Stadtführer barrierefreies Bremen erhoben – Skateanlagen sind ab jetzt auch eine eigene Kategorie.
Der Stadtführer barrierefreies Bremen sammelt seit vielen Jahren verlässliche Informationen darüber, wie zugänglich und nutzbar Orte in Bremen für Menschen mit Behinderung sind. Bisher reichte das Angebot von Kultur und Gastronomie über Mobilität bis zu Freizeitangeboten. Jetzt kommen auch Skateanlagen hinzu.
Darüber freuen wir uns besonders. Denn Skateparks sind für uns nicht einfach nur Sportstätten. Sie sind Orte für Bewegung, Begegnung und Teilhabe – vorausgesetzt, Menschen mit Behinderung können sie überhaupt erreichen und nutzen.
Unsere Erfahrung aus dem Skatepark
Im Vorfeld der neuen Kategorie durften wir Bremen barrierefrei mit unserer Erfahrung unterstützen. Gemeinsam haben wir uns angeschaut, welche Informationen für Rollstuhlfahrende bei Skateanlagen überhaupt wichtig sind und welche Kriterien bei einer Erhebung berücksichtigt werden sollten.
Denn bei einem Skatepark reicht die Frage „Gibt es einen stufenlosen Zugang?“ nicht aus.
Für die tatsächliche Nutzbarkeit spielen viele weitere Dinge eine Rolle: Wie kommt man auf die verschiedenen Ebenen der Anlage? Gibt es breite und sinnvoll erreichbare Zugänge? Können Rollstuhlnutzende unterschiedliche Bereiche des Parks selbstständig nutzen? Gibt es Übergänge, Rampen und Lines, die auch mit einem Rollstuhl funktionieren?
Unsere Perspektive aus dem Rollstuhlskaten konnte so direkt in die neue Kategorie einfließen. Außerdem haben wir Skateparks mit bewertet, in denen wir selbst bereits Angebote in Bremen gemacht haben.
Genau solche Kooperationen finden wir wichtig: Barrierefreiheit sollte nicht nur über Menschen mit Behinderung geplant und bewertet werden, sondern gemeinsam mit ihnen.
Die 1000. Erhebung im Überseepark
Am 17. Juni 2026 wurde es dann offiziell: Die Skateanlage im Überseepark wurde als 1000. Einrichtung für den Stadtführer barrierefreies Bremen erhoben.
Zum Jubiläum kamen Menschen aus Politik, Sport, Selbstvertretung, Tourismus und Planung zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, was Barrierefreiheit und Inklusion im Sport eigentlich konkret bedeuten.
Auch wir waren natürlich dabei.
Unser Teammitglied Aal nahm an der Gesprächsrunde teil und brachte die Perspektive aus dem Rollstuhlskaten ein. Arne, der unsere Angebote in Bremen regelmäßig begleitet, war ebenfalls mit vor Ort.
Und weil wir über Inklusion im Sport nicht nur reden wollen, wurde natürlich auch geskatet.
Aal zeigte auf der Skateanlage, was mit dem Rollstuhl möglich ist. Mit unseren Leihrollstühlen und Helmen konnten Interessierte anschließend selbst ausprobieren, wie sich der Skatepark auf vier Rädern anfühlt.
Das Wetter machte mit einsetzendem Regen zwar nicht ganz mit – die Veranstaltung aber trotzdem.
Mehr Informationen sind ein wichtiger Schritt
Natürlich wird ein Skatepark nicht automatisch barrierefrei, nur weil er in einem Stadtführer auftaucht.
Aber verlässliche Informationen sind wichtig. Menschen mit Behinderung können sich vor einem Besuch besser informieren und selbst entscheiden, ob eine Anlage für sie nutzbar ist. Gleichzeitig wird sichtbarer, wo Skateparks bereits gut funktionieren – und wo noch etwas fehlt.
Wir freuen uns deshalb sehr über die Zusammenarbeit mit Bremen barrierefrei und darüber, dass Skateanlagen nun als eigene Kategorie im Stadtführer berücksichtigt werden.
Für uns ist klar: Skateparks gehören zur Stadt. Und Menschen mit Behinderung gehören in Skateparks.
Umso besser, wenn unsere Erfahrung dabei hilft, beide Dinge ein Stück besser zusammenzubringen.






Fotos: Thomas Koch
Weitere Fotos auch im Beitrag auf https://barrierefrei.bremen.de/stadtfuehrer/1000-einrichtungen-im-stadtfuehrer