SummerDays 2026

Bewegung, Kreativität und Community

Drei Tage zusammen abhängen, Neues ausprobieren, kreativ werden, sich bewegen und einfach eine gute Zeit haben: Vom 28. bis 30. Juli 2026 fanden in Hamburg wieder unsere SIT’N’SKATE SummerDays statt.

Unser Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche im Rollstuhl gibt es inzwischen schon seit einigen Jahren. Dabei haben wir immer wieder neue Dinge ausprobiert, verschiedene Orte besucht und ganz unterschiedliche Sport-, Bewegungs- und Kreativangebote miteinander verbunden.

In diesem Jahr haben wir das Konzept ein bisschen umgedreht: Statt mit der ganzen Gruppe von Angebot zu Angebot und von Ort zu Ort zu ziehen, haben wir uns für drei Tage einfach im Ackerpoolco in Hamburg-Eidelstedt eingenistet – einem Ort, den wir sehr gut kennen und an dem wir uns inzwischen ziemlich zu Hause fühlen.

Schließlich findet hier auch jeden ersten Samstag im Monat unser regulärer Rollstuhl-Skate-Treff statt.

Und für die SummerDays haben wir diesmal einfach noch ein bisschen mehr daraus gemacht.

Drei Tage Ackerpoolco

Das Ackerpoolco bietet ziemlich viele Möglichkeiten auf relativ kleinem Raum: Skateflächen und Rampen, einen großen Hof, Räume zum Kreativsein, einen Kicker, Platz zum Chillen und in direkter Nähe auch noch einen neuen Spielplatz.

Also haben wir beschlossen: Dieses Mal holen wir die Angebote einfach zu uns.

Das hat erstaunlich gut funktioniert. Natürlich wurde es mit unserer großen Gruppe zwischendurch auch mal etwas voller. Gleichzeitig haben sich die Teilnehmenden aber immer wieder auf die unterschiedlichen Angebote und Bereiche verteilt.

Während die einen geskatet haben, waren andere beim Siebdruck, beim Kicker oder beim Beatbasteln. Manche haben Basketball gespielt, andere einfach zusammengesessen oder eine Pause gemacht.

Und genau das war ziemlich angenehm: Wenn jemand auf ein bestimmtes Angebot gerade keine Lust hatte, gab es fast immer eine Alternative.

Niemand musste den ganzen Tag einem festen Programm hinterherlaufen.

Rollen, skaten und neue Skills lernen

Natürlich wurde bei den SummerDays auch ordentlich gerollt.

Auf den Rampen konnten sich die Teilnehmenden im Rollstuhlskaten ausprobieren, an bekannten Tricks weiterarbeiten oder erste Erfahrungen sammeln. Daneben gab es immer wieder Wheelchair-Skills und unseren Rollstuhlparcours, bei denen Fahrtechniken geübt, kleine Herausforderungen gemeistert und neue Möglichkeiten mit dem eigenen Rollstuhl entdeckt werden konnten.

Dabei blieb genug Zeit, an Dingen auch wirklich dranzubleiben. Bei einem normalen Skate-Treff haben wir meist drei Stunden miteinander. Bei drei gemeinsamen Tagen sieht das schon ganz anders aus.

Man kann etwas am ersten Tag ausprobieren, am nächsten noch einmal versuchen und sich zwischendurch Tipps von anderen holen.

Aber natürlich bestand unser Programm längst nicht nur aus Rampen und Rollstuhlskills.

Basketball, Wheel Soccer und Kicker

Auf dem Hof wurde unter anderem Basketball und Wheel Soccer gespielt. Mit dem großen Ball ging es gemeinsam übers Feld – mal sportlich, mal ein bisschen chaotisch und meistens mit ziemlich viel Spaß.

Außerdem war wieder das inklusive Kicker-Team des FC St. Pauli zu Besuch. Gemeinsam wurde am Tisch gekickert, gezockt und natürlich auch ein bisschen um den Sieg gekämpft.

Und wer auf all das gerade keine Lust hatte, konnte genauso gut einfach daneben sitzen, quatschen oder anderen zuschauen.

Eigene Shirts aus der Siebdruckwerkstatt

Direkt im Ackerpoolco konnten wir außerdem die vorhandene Siebdruckwerkstatt nutzen.

Die Teilnehmenden konnten sich eigene Motive aussuchen und damit ihre T-Shirts selbst bedrucken. So entstanden nach und nach ziemlich unterschiedliche Einzelstücke, die natürlich direkt mit nach Hause genommen werden konnten.

Gerade solche Angebote mögen wir bei den SummerDays sehr: Man probiert etwas aus, das vielleicht erstmal gar nichts mit Rollstuhltraining oder Sport zu tun hat, lernt dabei etwas Neues und hat am Ende sogar noch etwas Selbstgemachtes in der Hand.

Beats basteln und Graffiti sprühen

Auch musikalisch wurde es kreativ.

Beim Beatbastel-Workshop konnten die Kids ausprobieren, wie Beats entstehen, Sounds zusammensetzen und eigene kleine Tracks bauen.

Und natürlich durfte auch Graffiti nicht fehlen.

Gemeinsam mit Lukas wurden Dosen ausprobiert, Farben kombiniert und die Wand nach und nach deutlich bunter. Dabei entstanden viele verschiedene Bilder – und vor allem gab es ordentlich Platz, sich gestalterisch auszutoben.

Siebdruck, Musik und Graffiti gehören für uns genauso zu solchen Tagen wie Sport und Bewegung. Wir wollen Räume schaffen, in denen man unterschiedliche Sachen ausprobieren und vielleicht auch Interessen entdecken kann, von denen man vorher noch gar nicht wusste, dass man sie hat.

Drei Tage sind eben doch etwas anderes als drei Stunden

Was wir an den SummerDays besonders mögen, ist die gemeinsame Zeit.

Bei unseren normalen Rollstuhl-Skate-Treffen sehen wir uns meistens für drei Stunden. Das ist super für eine gemeinsame Session – aber drei komplette Tage miteinander verändern die Dynamik noch einmal.

Man lernt sich anders kennen. Es gibt mehr Zeit für Gespräche und gemeinsame Erlebnisse. Freundschaften können entstehen oder weiter wachsen. Man kann sich gegenseitig Sachen zeigen, helfen, zusammen Quatsch machen oder auch einfach mal gemeinsam nichts tun.

Und genau diese Momente gehören für uns genauso dazu wie die Workshops.

Denn manchmal passiert das Wichtigste eben gar nicht auf einer Rampe oder während eines geplanten Programmpunkts, sondern beim gemeinsamen Mittagessen, auf dem Hof oder irgendwo dazwischen.

Auch mal einfach Ferien haben

Uns ist wichtig, dass bei einem Ferienprogramm nicht permanent etwas passieren muss.

Deshalb gab es neben all den Angeboten auch immer wieder Zeit zum Chillen, Abhängen und Zusammensitzen. Wer eine Pause brauchte, konnte eine Pause machen. Wer noch Energie hatte, fand meistens irgendetwas zum Ausprobieren.

Bewegung, Kreativität, kleine Herausforderungen, viel Quatsch, neue Erfahrungen und eine ziemlich gute Crew – damit lässt sich unsere diesjährige Ausgabe wahrscheinlich ganz gut zusammenfassen.

Nach drei intensiven Tagen waren wir jedenfalls ordentlich platt.

Aber vor allem waren wir sehr glücklich darüber, wie gut dieses etwas andere SummerDays-Konzept funktioniert hat. Drei Tage an einem Ort zu bleiben, dafür aber ganz unterschiedliche Angebote parallel möglich zu machen, würden wir definitiv wieder machen.

Ohne ein großes Team geht es nicht

So ein Ferienprogramm funktioniert natürlich nicht alleine.

Ein riesiges Dankeschön geht deshalb an das gesamte Team des Ackerpoolco, das uns für drei Tage ziemlich großzügig hat einziehen lassen und mit dafür gesorgt hat, dass wir uns dort wieder einmal sehr zu Hause fühlen konnten.

Danke an Lucas für den Graffiti-WorkshopTonee fürs BeatbastelnRené vom inklusiven Kicker-Team des FC St. Pauli und an alle weiteren Menschen, die ihre Angebote, Ideen und Zeit eingebracht haben.

Ein besonderer Dank geht außerdem an das Team der Pflegenden, das die Teilnehmenden während der drei Tage dort unterstützt und versorgt hat, wo Unterstützung benötigt wurde.

Und natürlich: Danke an unser großes ehrenamtliches SIT’N’SKATE-Team. Nicht nur bei den SummerDays, sondern auch bei unseren vielen anderen Angeboten seid ihr diejenigen, die mit anpacken, Rampen schleppen, begleiten, erklären, motivieren, spontan Probleme lösen und dafür sorgen, dass solche Tage überhaupt möglich werden.

Und zuletzt natürlich danke an alle Kinder und Jugendlichen, die dabei waren und diese drei Tage zu dem gemacht haben, was sie waren.

Wir hatten eine ziemlich gute Zeit mit euch.

Und falls ihr jetzt denkt: Drei Tage Ackerpoolco klingen eigentlich ganz gut – wir sind auch außerhalb der SummerDays regelmäßig dort.

Jeden ersten Samstag im Monat findet im Ackerpoolco unser Rollstuhl-Skate-Treff statt.

Vielleicht sehen wir uns ja bei einer der nächsten Sessions.

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