Selbstfindung

Wegen Corona erleben wir gerade alle größere und kleinere Veränderungen. Ich stand aber schon länger an einer Stelle über die ich nicht rüber wollte, weil ich Angst davor hatte. Aber während ich an dieser Stelle stand, holten mich einige „böse Geister“ ein und vielleicht war Corona dann die extra Last dich mich über die Schwelle brachte.

Ein weißer Mann steht mit einem Oliv farbenden Shirt unter einer Brücke. Auf dem Shirt steht auf Englisch Sit N Skate - Destroying Stereotypes. Im Hintergrund sieht man eine Rollstuhlrampe, eine Bank und mehre Menschen darauf. Eine weitere Bank ist leer.
ein tattowierter weißer Mann stützt seinen Kopf an der Stirn ab und schaut nachdenklich in die Ferne

Okay, ich höre auf in Rätseln zu schreiben. Während Corona haben wir einige Veränderungen gemacht, nicht alle davon waren direkt durch Corona entstanden. Wir haben SIT’N’SKATE zu einem gemeinnützigen Projekt gemacht und ich habe meinen 4ma3ma Job an den Nagel gehangen. Die bösen Geister von denen ich sprach waren vor allem psychischer Natur. Ich habe den Job bei der 4ma3ma geliebt und liebe die 4ma3ma immer noch und dennoch war ich an einem Punkt angekommen, an dem ich mich entscheiden musste. Setze ich meine Kraft und Anstrengung in die Rollstuhl Versorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei der 4ma3ma ein oder in das Projekt SIT’N’SKATE und dort ebenso in die Mobilität der gleichen Zielgruppe?

Ich entschied mich für letzteres und habe einen sozialversicherungspflichtigen Job an den Nagel gehangen, der bislang meine teure Hamburger Miete zahlte. Das Risiko hat sich nun, knapp drei Monate später, aber insofern gelohnt, dass es mir mental wieder besser geht. Allein weil ich wieder mehr Zeit habe um skaten zu gehen, Playstation zu spielen oder einfach mal bei Netflix zu chillen. Und nun auch um mich wieder verstärkt Themen wie Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit im aktivistischen Sinne zu beschäftigen!

Es ist schön sich den Themen widmen zu können, für die man brennt, für die man Leidenschaft und tiefe Überzeugung hat und dennoch fällt natürlich jede Menge Arbeit damit an, diese Arbeit und sein Leben zu finanzieren. Ich hoffe, dass ich es schaffen kann mein Leben auch mit dieser mir so wichtigen Arbeit zu finanzieren, aber auch wenn das nicht klappt, war dieser Tapeten- und Prioritätenwechsel richtig und wichtig.

I am back! #staytuned

/David

Ein Kommentar

  1. Mechthild sagt:

    Hallo David,

    danke fürs teilen deiner Geschichte. Ich habe m Anfang von Corona, also schon letzten März/April eine ähnliche Entscheidung getroffen und meinen festen Job gekündigt und bin jetzt selbständig als MBSR-Lehrerin und Achtsamkeitstrainerin. Es war auch keine leichte Entscheidung, aber die mit der es mir jetzt wieder am besten geht.
    Ich wünsche Lisa und dir viel Erfolg mit euren Projekt und bin gespannt, was ihr nun noch alles erreichen könnt!
    Ich hoffe, dass wir es alles schaffen uns mit unseren Projekten zu finanzieren. Aber wie du auch schreibst, war auch für mich dieser Wechsel einfach wichtig.
    Liebe Grüße und bis bald,
    Mechthild

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