St. Pauli Hafenkante
Zwischen Fischmarkt und StrandPauli, direkt unterhalb von Park Fiction, soll in den kommenden Jahren ein neuer öffentlicher Ort an der Elbe entstehen. Für uns ist das ein Projekt, das wir schon lange begleiten. Bereits in den Wunschproduktionen rund um die Hafenkante haben wir mit eingebracht, dass dieser Ort nicht einfach nur schön aussehen soll, sondern auch inklusiv, barrierefrei und vielseitig nutzbar werden muss.
Am Anfang war natürlich auch die Hoffnung da, dass dort vielleicht sogar ein Skatepark entstehen könnte. Im Verlauf des Prozesses wurde aber klar, dass es eher um einen offen nutzbaren Freiraum geht als um eine klassische Skateanlage. Für uns war deshalb umso wichtiger, dass die entstehenden Flächen gut befahrbar, zugänglich und auch für inklusive Bewegungs- und Sportnutzung mitgedacht werden. Genau diese Perspektive haben wir in den Prozess eingebracht.
In den vergangenen Monaten wurde die Zukunft der Hafenkante in einem freiraumplanerischen Werkstattverfahren weiterentwickelt. Drei Planungsteams haben Entwürfe erarbeitet, diskutiert und überarbeitet. Beteiligt waren dabei nicht nur Verwaltung und Politik, sondern auch Zivilgesellschaft und Fachexpert*innen. Wir waren in diesem Rahmen als sachverständige Perspektive mit dabei und haben insbesondere zu Barrierefreiheit, Inklusion, inklusiven Sportangeboten und zur Nutzbarkeit für Rollstuhlfahrende beraten.
Inzwischen wurde ein Siegerentwurf ausgewählt: Das Team Rabe Landschaften / White Arkitekter soll die Grundlage für die weitere Planung liefern. Die Stadt beschreibt den Entwurf als neuen „Freiraum für alle“, Park Fiction spricht von einem nächsten Schritt für die Erweiterung Richtung Elbufer. Wichtig ist aber: Damit ist noch nicht alles entschieden. Die Auswahl markiert erstmal die Grundidee. In den kommenden Monaten geht es darum, den Entwurf weiter zu vertiefen, zu überarbeiten und politisch abzusichern. Genau in dieser Phase werden die konkreten Details entscheidend.
Und genau deshalb bleiben wir dran. Denn ob ein Ort am Ende wirklich inklusiv ist, entscheidet sich nicht in schönen Visualisierungen, sondern in der Ausgestaltung: bei Wegen, Oberflächen, Übergängen, Aufenthaltsflächen, Bewegungsangeboten und der Frage, ob Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen diesen Ort tatsächlich gut und selbstverständlich nutzen können.
Wir werden uns deshalb auch in der nächsten Planungsphase weiter dafür einsetzen, dass an der Hafenkante ein öffentlicher Ort entsteht, der nicht nur offen aussieht, sondern es auch wirklich ist: barrierefrei, inklusiv und mit guten Möglichkeiten für Bewegung, Begegnung und Nutzung auf Rädern.



Fotos: Miguel Ferraz