{"id":10683,"date":"2026-05-10T17:07:00","date_gmt":"2026-05-10T15:07:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sitnskate.de\/?p=10683"},"modified":"2026-07-06T16:07:28","modified_gmt":"2026-07-06T14:07:28","slug":"barrierespaziergaenge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sitnskate.de\/ls\/aktuelles\/barrierespaziergaenge","title":{"rendered":"Barrierespazierg\u00e4nge"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Barrieren zeigen, statt nur \u00fcber sie zu reden<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Drei Barrierespazierg\u00e4nge durch Ottensen, viele Gespr\u00e4che und eine einfache Idee: Menschen mit Behinderung zeigen selbst, was ihnen im Alltag im Weg steht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Barrierespazierg\u00e4nge in Ottensen sind keine Veranstaltung von SIT\u2019N\u2019SKATE. Sie wurden im Rahmen des politischen Engagements von David gemeinsam mit Die Linke Altona initiiert und organisiert. Trotzdem m\u00f6chten wir hier davon erz\u00e4hlen. Denn die Idee dahinter passt ziemlich gut zu dem, wof\u00fcr wir uns auch bei SIT\u2019N\u2019SKATE einsetzen: Menschen mit Behinderung sprechen selbst \u00fcber ihre Erfahrungen \u2013 und andere h\u00f6ren zu, fragen nach und werden im besten Fall zu Verb\u00fcndeten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Inzwischen haben drei Barrierespazierg\u00e4nge durch Ottensen stattgefunden. Gemeinsam mit interessierten Menschen ging es jeweils rund 90 Minuten durch den Stadtteil. Dabei wurden nicht irgendwelche theoretischen Beispiele gesucht, sondern die Barrieren gezeigt, die im Alltag tats\u00e4chlich st\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein zu hoher Bordstein. Ein Eingang, der wegen einer einzigen Stufe nicht nutzbar ist. Wege, die zugestellt werden. Eine Rampe, die auf dem Papier vielleicht gut klingt, in der Realit\u00e4t aber kaum funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu vielen dieser Orte gibt es pers\u00f6nliche Geschichten und Anekdoten: Wo musste man um Hilfe bitten? Wo war ein Umweg n\u00f6tig? Wo kommt man gar nicht rein? Und manchmal auch: Wo wurde eine gute L\u00f6sung gefunden?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nicht nur \u00fcber Barrieren reden<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau dieser pers\u00f6nliche Blick macht die Spazierg\u00e4nge aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Barrierefreiheit wird oft sehr abstrakt diskutiert. Es geht um Normen, Zust\u00e4ndigkeiten, Antr\u00e4ge oder einzelne Bauma\u00dfnahmen. Beim Barrierespaziergang wird dagegen direkt sichtbar, was fehlende Barrierefreiheit im Alltag bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">David hat die ersten Spazierg\u00e4nge in Ottensen mit initiiert, geplant und durchgef\u00fchrt. Besonders gefreut hat uns, dass inzwischen auch Joscha, ein anderer rollstuhlfahrender Anwohner aus dem Viertel, einen eigenen Spaziergang begleitet hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn genau das ist die Idee: Es soll nicht immer dieselbe Person erkl\u00e4ren, wie Barrieren aussehen. Unterschiedliche Menschen erleben einen Stadtteil unterschiedlich. Ein manueller Rollstuhl, ein E-Rollstuhl oder eine andere Behinderung k\u00f6nnen ganz andere Probleme sichtbar machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir hoffen deshalb, dass sich das Format in Ottensen weiterentwickelt und noch mehr Menschen mit Behinderung Lust haben, ihre Perspektive auf das Viertel zu zeigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Austausch, der etwas bewegen kann<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die bisherigen Spazierg\u00e4nge wurden sehr gut angenommen. Besonders sch\u00f6n war der direkte und offene Austausch unterwegs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Menschen ohne Behinderung konnten Fragen stellen und besser verstehen, mit welchen Hindernissen andere t\u00e4glich k\u00e4mpfen m\u00fcssen. Nachbar*innen kamen miteinander ins Gespr\u00e4ch. Und auch Menschen aus der Bezirkspolitik konnten konkrete Probleme aus dem Stadtteil mitnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich verschwindet eine Barriere nicht automatisch, nur weil eine Gruppe davorsteht und dar\u00fcber spricht. Aber Ver\u00e4nderung beginnt oft damit, dass Probleme sichtbar werden und Menschen verstehen, warum sie etwas angehen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Wunsch ist deshalb: mehr solcher Formate.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Ottensen werden sicher weitere Barrierespazierg\u00e4nge folgen. Die Idee darf aber ausdr\u00fccklich auch anderswo aufgegriffen werden \u2013 von Parteien, Initiativen, Nachbarschaften oder anderen Gruppen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig ist f\u00fcr uns vor allem eines:&nbsp;<strong>Menschen mit Behinderung sollten dabei nicht nur Thema sein. Sie sollten selbst zeigen, erz\u00e4hlen und mitentscheiden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn wer wissen m\u00f6chte, wo die Barrieren sind, sollte zuerst die Menschen fragen, die jeden Tag mit ihnen leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mehr Infos zu den Barrierespazierg\u00e4ngen in Ottensen gibt es bei Die Linke Altona.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-1 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"10726\" src=\"https:\/\/www.sitnskate.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/B9506B5A-870C-4DE0-97EF-01A5D4786235-1024x768.jpg\" alt=\"Eine Gruppe steht vor einem Geb\u00e4ude in Ottensen und h\u00f6rt einer Person im manuellen Rollstuhl zu, die eine Barriere im Alltag erkl\u00e4rt. Im Vordergrund sitzt eine weitere Person in einem E-Rollstuhl. Die Teilnehmenden sind im Gespr\u00e4ch \u00fcber Zug\u00e4nglichkeit und Barrieren im Stadtteil.\" class=\"wp-image-10726\" srcset=\"https:\/\/www.sitnskate.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/B9506B5A-870C-4DE0-97EF-01A5D4786235-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.sitnskate.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/B9506B5A-870C-4DE0-97EF-01A5D4786235-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.sitnskate.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/B9506B5A-870C-4DE0-97EF-01A5D4786235-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.sitnskate.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/B9506B5A-870C-4DE0-97EF-01A5D4786235-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.sitnskate.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/B9506B5A-870C-4DE0-97EF-01A5D4786235.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"1024\" data-id=\"10727\" src=\"https:\/\/www.sitnskate.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_5964-576x1024.jpg\" alt=\"Eine Gruppe von Menschen bei einem Barrierespaziergang an einer Stra\u00dfenkreuzung in Ottensen. Eine Person im E-Rollstuhl spricht mit der Gruppe. Baustellenabsperrungen, Ger\u00fcste und ein schmaler Gehwegbereich zeigen die Herausforderungen im \u00f6ffentlichen Raum.\" class=\"wp-image-10727\" srcset=\"https:\/\/www.sitnskate.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_5964-576x1024.jpg 576w, https:\/\/www.sitnskate.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_5964-169x300.jpg 169w, https:\/\/www.sitnskate.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_5964-768x1365.jpg 768w, https:\/\/www.sitnskate.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_5964-864x1536.jpg 864w, https:\/\/www.sitnskate.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_5964-1152x2048.jpg 1152w, https:\/\/www.sitnskate.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_5964-scaled.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Barrieren zeigen, statt nur \u00fcber sie zu reden Drei Barrierespazierg\u00e4nge durch Ottensen, viele Gespr\u00e4che und eine einfache Idee: Menschen mit Behinderung zeigen selbst, was ihnen im Alltag im Weg steht. 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