{"id":1479,"date":"2020-02-05T19:42:00","date_gmt":"2020-02-05T17:42:00","guid":{"rendered":"http:\/\/lisa-and-david.net\/?p=1479"},"modified":"2022-10-17T16:19:32","modified_gmt":"2022-10-17T14:19:32","slug":"tansania-reise-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sitnskate.de\/en\/aktuelles\/tansania-reise-teil-1","title":{"rendered":"Tansania Reise &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">House of Hope &#8211; der Grund der Reise<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sitnskate.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/tnz200270707-0185.jpg?w=1024\" alt=\"David auf einem Weg in Tansania, mit Blick Richtung weiter offener Ebene.\" class=\"wp-image-1486\" \/><figcaption>Der Weg ist lang, aber das Ziel bereits im Blick Foto: Lars Wehrmann<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Hierzulande sind Lisa und ich oft unterwegs um zu zeigen, was man mit dem Rollstuhl machen kann. Wir machen Tricks in Skateparks und schulen darin wie man den Rollstuhl beherrscht. Au\u00dferdem setzen wir uns daf\u00fcr ein, altbackene Vorurteile abzubauen. Nach und nach sind wir auch ins Europ\u00e4ische Ausland gefahren und haben dort ebenfalls f\u00fcr die selben Ziele mit den gleichen Methoden f\u00fcr Aufkl\u00e4rung, Unterhaltung und Vorurteilsabbau gesorgt. Doch nun sollten wir uns noch viel weiter wagen &#8211; das neue Ziel hie\u00df Tansania in Afrika.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hamburger Kinder\u00e4rztin Dr. Theresa Harbauer, die den Verein Haydom Friends e.V. gegr\u00fcndet hat, machte uns auf die Situation von Kindern mit Spina Bifida in Tansania aufmerksam. Sie selbst arbeitete mehrere Jahre in der Lutherischen Klinik in Haydom und hat das dortige Nachsorgeprogramm f\u00fcr Kinder mit Spina Bifida mit gestaltet. Nach 10 Jahren ihrer Mitwirkung dort sind die Zahlen der Familien im Programm stark gestiegen und deswegen soll nun angebaut werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein House of Hope soll Platz schaffen f\u00fcr die vielen Familien, die zu den Angeboten der Nachsorge teilweise hunderte Kilometer auf sich nehmen m\u00fcssem. Aber auch eine r\u00e4umliche Trennung zwischen Nachsorgeprogramm und Klinik, damit die Spina Bifida Kinder nicht die Zimmer belegen f\u00fcr die Kinder die wirklich krank sind und ins Krankenhaus m\u00fcssen &#8211; denn Spina Bifida ist keine Krankheit, die Kinder sind gesund und sollen dort nur an Routineuntersuchungen und anderen Programmpunkten teilnehmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Um das House of Hope zu finanzieren wurde ein Crowdfunding Projekt ins Leben gerufen und ein Charity Hike auf den Mount Meru organisiert, dem zweith\u00f6chsten Berg in Tansania &#8211; nach dem ber\u00fchmten Kilimanjaro. Der Clou dabei: Auf den Mount Meru hat sich bisher nie ein Rollstuhlfahrer gewagt, auf den h\u00f6heren Kilimanjaro dagegen schon. Wir sollten bald erfahren warum das so ist\u2026<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Arusha &#8211; Urbaner Erstkontakt<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sitnskate.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/tnz200181403-0551.jpg?w=1024\" alt=\"David mit Rollstuhl in den Stra\u00dfen von Arusha\" class=\"wp-image-1484\" \/><figcaption>In Arusha musste man oft auf die Stra\u00dfe ausweichen- Foto: Lars Wehrmann<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der erste Kontakt mit Afrika sollte f\u00fcr uns die Gro\u00dfstadt Arusha sein. Eine lebendige Stadt in der viele Menschen unterwegs sind, denn das Leben hier spielt sich auf den Stra\u00dfen ab und auf den zahlreichen M\u00e4rkten. Als Rollstuhlfahrer fiel uns nat\u00fcrlich sofort auf, dass die Stadt noch weit weg von jeglicher Barrierefreiheit entfernt ist. Es gibt kaum Gehwege und viele Seitenstra\u00dfen sind unbefestigt und matschig. Wenn es mal Gehwege gibt, sind diese nicht barrierefrei oder sie sind vor jedem Haus in einer anderen H\u00f6he. Manchmal steht einfach eine Mauer oder Treppe v\u00f6llig ohne Sinn vor einem.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die L\u00f6sung? Ab auf die Stra\u00dfe, doch auch das hat seine T\u00fccken, denn der v\u00f6llig verr\u00fcckte Verkehr in Arusha kennt vor allem eine Regel: Wer zuerst f\u00e4hrt hat Recht! Am Anfang f\u00fchlte es sich so an als ob man sich st\u00e4ndig in Lebensgefahr begab, bei jeder Stra\u00dfen\u00fcberquerung, jedem Ausweichen auf die Stra\u00dfe oder auch bei Taxifahrten. Sp\u00e4ter gew\u00f6hnte man sich an den Puls der Stadt und wusste schon eher wie man hier sicher von A nach B kommt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die L\u00e4den sind oft hinter offenen Regenablaufkan\u00e4len, also einem Kanal am Stra\u00dfenrand, nur mit provisorischen Br\u00fccken zu erreichen. Das ist h\u00e4ufig sehr abenteuerlich und ein Balanceakt. Doch bei all den Barrieren haben wir eins sch\u00e4tzen gelernt: den Pragmatismus mit dem hier Barrieren verringert werden. Wenn nur ein Brett zum \u00fcber den Kanal balancieren vorhanden war, wurde halt schnell ein zweites organisiert und auf Spurbreite des Rollstuhls ausgerichtet. Rampen waren oft steil, aber eine steile Rampe ist ja immer noch besser als gar keine. War das Restaurant nicht barrierefrei, wurden die Tische halt nach drau\u00dfen getragen. Gab es das gew\u00fcnschte Getr\u00e4nk oder Mahl nicht in einem Laden, bestellte es der Kellner beim Laden neben an oder auch mal drei Stra\u00dfen weiter. Auch im Hotel wurden kurzerhand T\u00fcren ausgebaut um die Badezimmer erreichbar zu machen und gepolsterte Hocker wurden als Duschhocker hineingestellt. Alles nicht optimal, aber statt nach gro\u00dfen Problemen wird halt nach einfachen und schnellen L\u00f6sungen gesucht &#8211; Hakuna Matata eben!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sitnskate.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/tnz200181230-0377.jpg\" alt=\"David auf einer Holzbr\u00fccke \u00fcber einem Kanal\" class=\"wp-image-1487\" \/><figcaption>\u00dcber die Kan\u00e4le f\u00fchrten oft abenteuerliche Br\u00fccken &#8211; Foto: Lars Wehrmann<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Es folgen weitere Teile in den n\u00e4chsten Tagen mit Geschichten \u00fcber unsere Erfahrungen und unserer Arbeit dort. Bleibt also gespannt und schaut wieder rein. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir hoffen sehr, dass das House of Hope bald gebaut werden kann. Um das m\u00f6glich zu machen bitten wir euch auf den Seiten von Haydom Friends e.V. eine Spende f\u00fcr das House of Hope zu hinterlassen um einen kleinen Beitrag zu leisten und Gro\u00dfes zu erreichen. Mit der Hilfe von Vielen kann dort vor Ort in zukunft viel bewegt werden und da das Konzept bereits an anderen Orten in Tansania aufgeht, ist eine sichere, nachhaltige Investition in die Zukunft vieler Kinder und Familien.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sitnskate.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/tnz200181231-0396.jpg?w=1024\" alt=\"David im Gespr\u00e4ch mit den Einwohnern\" class=\"wp-image-1483\" \/><figcaption>David im Gespr\u00e4ch &#8211; Foto: Lars Wehrmann<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Asante sana &#8211; vielen Dank! <\/p>\n\n\n\n<p>\/David<\/p>\n\n\n\n<p>Haydom Friends: <a href=\"https:\/\/haydom-friends.org\">https:\/\/haydom-friends.org<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>BetterPlace.org: <a href=\"https:\/\/www.betterplace.org\/en\/projects\/72907-a-house-of-hope-for-kids-with-birth-defects-in-africa\">https:\/\/www.betterplace.org\/en\/projects\/72907-a-house-of-hope-for-kids-with-birth-defects-in-africa<\/a><\/p>\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>House of Hope &#8211; der Grund der Reise Hierzulande sind Lisa und ich oft unterwegs um zu zeigen, was man mit dem Rollstuhl machen kann. 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